Christian Streich

*1965, deutscher Fußballtrainer und aktuell Cheftrainer des SC Freiburg

Vom Hauptschulabschluss an die Universität

Die Universität von innen zu sehen, dort zu studieren und Zeit zu verbringen, war für mich sehr lange weiter weg als das Maracana-Stadion. Aber ich komme natürlich auch aus einem Nicht-Akademiker-Elternhaus. Wir hatten halt eine Metzgerei und der Vater war Handwerker.

Nach meinem Hauptschulabschluss und einigen Jahren als durchschnittlich begabtem Fußballprofi habe ich über den zweiten Bildungsweg am Kolping-Kolleg in Freiburg das Abitur gemacht. Danach Germanistik, Sport und Geschichte auf Lehramt an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Der Gang durch die Türe des historischen Seminars war für mich mit meinen 28 Jahren damals ein ganz besonderer Moment in meinem Leben. Die erste Vorlesung bei Ulrich Herbert. Die ganzen Studierenden und Kommilitonen, die größtenteils viel jünger waren. Diese Eindrücke sind mir heute noch präsent und ich kann kaum beschreiben, wie wichtig das für mich war.

Es hat mir viel bedeutet, dass ich die deutsche Geschichte studieren durfte. Das hat mich am meisten interessiert. In diesen Gebäuden, mit Heidegger und der ganzen Historie, Zugang zu Büchern und Wissen zu haben, war für mich einzigartig. Ich habe mein Studium im wahrsten Sinne des Wortes erlebt.

Heute bekomme ich ab und an Interviewanfragen, in denen ich als Historiker zu Dingen Stellung beziehen oder sie einordnen soll. Ich bin allerdings kein Historiker, habe nur das erste Staatsexamen gemacht und bin auf diesem Gebiet nicht gut genug. Aber ich bin geschichtsinteressiert. Diese Neugier habe ich mir aus meiner Studienzeit an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg erhalten.

Ein Studium darf keine Frage des Geldes sein, sondern eine der Begabung und des Engagements. Gut, dass das Studierendenwerk Freiburg schon seit 100 Jahren die Studierenden in der ganzen Region für ein optimales Studienumfeld berät und unterstützt! Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Wir sagen Danke

Unser Jubiläum ist nicht nur ein großartiger Moment zum Feiern, sondern auch um DANKE zu sagen - und zwar an euch Studierende:

  • Danke für euren Semesterbeitrag – er hilft solidarisch allen Studierenden und ist damit euer konkreter Anteil für mehr Chancengerechtigkeit!
  • Danke für euren produktiven Druck und die konstruktive Zusammenarbeit – sie hilft uns nicht nur, uns stetig weiterzuentwickeln und erfolgreich zu wirtschaften, sondern auch mehr finanzielle Förderung vom Land zu fordern, damit Studieren für alle erfolgreich gelingt!
  • Und das Wichtigste zum Schluss: Danke für die Lebendigkeit, die Freude und die Weltoffenheit, die ihr in die Region bringt – dank euch pulsiert das Leben!

Und das ist großartig! DANKE!

Auf in die nächsten 100 Jahre:
Du studierst - wir machen den Rest!

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