Laura Hettich

*2005, seit 2020 selbstständig als Content Creator auf Instagram unter dem Namen Minnahigh mit knapp 300.000 Followern

Zwischen Arrays und Selbsterkenntnis

Herzlichen Glückwünsch zum Jubiläum, liebes Studierendenwerk. Vielen Dank für die kräftige Unterstützung während meiner Studienzeit. BAföG zurückzahlen steht bereits ganz oben auf meiner To-Do-Liste!

Mein eigentlicher Plan war immer Psychologie zu studieren. Wie es dann eben so ist, kam doch alles anders. Gelandet bin ich, im Bereich der Wirtschaft, um genau zu sein im Studiengang Wirtschaftsnetze (eBusiness) in meiner Heimatstadt Furtwangen. Eigentlich genau das, was ich nie wollte. Also nochmal drei Jahre im verschneiten Furtwangen sitzen. Ich denke der Studiengang hat mehr mich ausgewählt, als ich ihn. Ich stand im Sekretariat der Hochschule und wollte meine Bewerbung für Online Medien abgeben, da tauchten zwei Online-Medien-Studenten im Büro auf mit einem Antrag auf Wechsel in einen anderen Studiengang in der Hand. „Zu viel Mathe“ meinten sie, dann war für mich klar, das ist nichts für mich. Also habe ich spontan Wirtschaftsnetze auf meinen Bewerbungsantrag gesetzt und wurde auch direkt angenommen.

Ich wusste also nicht wirklich, was auf mich zukommt. Ich habe mein Studium ohne große Erwartungen begonnen, und es hat mich in ganzer Linie positiv überrascht. Der Studiengang war anregend, informativ und breit gefächert. Auch sehr inspirierend, was mitunter an starken Professoren und Professorinnen lag, welche uns ermutigten, wir selbst zu sein und unser Leben so zu gestalten, wie wir es wollen.

Furtwangen kannte ich ja schon, langweilig wie eh und je sorgte es in meiner Studienzeit kaum für Ablenkung, also blieb uns nicht viel anderes zu tun, als uns aufs Studium zu konzentrieren. Natürlich gab es auch den ein oder anderen Rave. Aber wir haben auch wirklich gelernt. Nächte in der Hochschule verbracht. Morgens um neun ging es los, zuhause war ich erst wieder nachts um drei. Tagsüber in der Bib, die ganze Nacht auf den Fluren der Hochschule rumgegeistert und auswendiggelernt. Prüfungsphase war zwar unglaublich anstrengend, aber trotzdem irgendwie die beste Zeit. Wir haben gemeinsam Aufgaben gelöst, Programmcodes gelernt, Bier getrunken, Musik gehört und über das Leben philosophiert. Über das, was danach kommt, über unsere Pläne und Träume für die Zukunft, über die unendlichen Möglichkeiten, die vor uns lagen.

Melancholische Erinnerungen überkommen mich, wenn ich an meine Studienzeit denke. So unbeschwert und glücklich und trotzdem habe ich den Wert dieser prägenden Zeit damals schon erkannt. Viel gelernt, nicht nur wie man programmiert, sondern auch über mich selbst, über das was ich im Leben erreichen will. Viel erlebt, durchtanzte Nächte, stressige Klausuren, Bauchschmerzen vom Lachen. Und für mich am schönsten, Freunde fürs Leben gefunden.

Wir sagen Danke

Unser Jubiläum ist nicht nur ein großartiger Moment zum Feiern, sondern auch um DANKE zu sagen - und zwar an euch Studierende:

  • Danke für euren Semesterbeitrag – er hilft solidarisch allen Studierenden und ist damit euer konkreter Anteil für mehr Chancengerechtigkeit!
  • Danke für euren produktiven Druck und die konstruktive Zusammenarbeit – sie hilft uns nicht nur, uns stetig weiterzuentwickeln und erfolgreich zu wirtschaften, sondern auch mehr finanzielle Förderung vom Land zu fordern, damit Studieren für alle erfolgreich gelingt!
  • Und das Wichtigste zum Schluss: Danke für die Lebendigkeit, die Freude und die Weltoffenheit, die ihr in die Region bringt – dank euch pulsiert das Leben!

Und das ist großartig! DANKE!

Auf in die nächsten 100 Jahre:
Du studierst - wir machen den Rest!

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