Torsten Frei

*1973, Bundestagsabgeordneter der Christlich Demokratische Union für den Wahlkreis Schwarzwald-Baar und stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Ein großes Stück Freiheit und Eigenverantwortung

Meine Studienzeit an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg von 1994 bis 1999 verbinde ich mit sehr vielen schönen Erinnerungen. Vieles davon war sehr einprägsam und wirkt bis heute nach. Ganz zuvorderst steht natürlich die Qualität des Studiums, die unverändert weit über die Region hinausstrahlt und damals wie heute einen exzellenten Ruf genießt. Damit habe ich ein hervorragendes juristisches Rüstzeug für meinen weiteren Werdegang erworben, das mir viele Tore für die berufliche Zukunft aufgestoßen hat und letztlich auch das tragende Fundament für den Erfolg bei all meinen bisherigen beruflichen Station war. Die vielen Stunden am Schreibtisch, im Hörsaal, in der Bibliothek, aller Schweiß und alle Mühen haben sich nach Abschluss des ersten juristischen Staatsexamen gelohnt.

Aus heutiger Perspektive zahlt sich immer wieder auch das große Netzwerk der Alumni aus, das deutschlandweit anzutreffen ist. Landauf wie landab trifft man regelmäßig Menschen, die in Freiburg Jura studiert haben und heute in hervorragenden Positionen tätig sind. Darüber kommt man schnell ins Gespräch zu gemeinsamen oder ähnlichen Erlebnissen, was auch in Bezug auf aktuelle Tätigkeiten vieles einfacher macht. Teilweise sind für mich sogar echte Freundschaften fürs Leben entstanden.

Ganz besonders im Gedächtnis geblieben sind mir die Vorlesungen von Professor Würtenberger im Staatsrecht und von Professor Frisch im Strafrecht, der mich und meine Kommilitonen vor allem dadurch beeindruckte, dass er sämtliche Strafrechtsentscheidungen des BGH aus dem Kopf wörtlich und nach Band und Seite zitieren konnte. Auch die Vorlesungen von Klaus Rennert, dem ich als Präsident des Bundesverwaltungsgerichts wieder begegnet bin, haben mich geprägt.

Aber daneben bedeutete das Studium mit Anfang 20 für mich natürlich auch ein großes Stück Freiheit und Eigenverantwortung, nicht nur wegen der ersten eigenen vier Wände. Man lernt sehr schnell, sich selbst zu organisieren, eigenständige Entscheidungen zu treffen und die Verantwortung für das eigene Handeln zu tragen. Aus Bad Säckingen, einer Kleinstadt am Hochrhein kommend, bot Freiburg natürlich eine für mich bis dato unbekannte, unendliche Fülle an Möglichkeiten in kultureller Hinsicht, im Sport sowie ein reizvolles Nachtleben. Freiburg ist übersichtlich und familiär. Das hat sich bis heute kaum verändert. Man hat sich in der Stadt und auf dem Campus sofort zu Recht gefunden, Freiburg wurde für mich schnell zur zweiten Heimat. Und andererseits war und ist Freiburg unweit meines Elternhauses, so dass ich schnell zwischen zuhause und Uni wechseln konnte. Einen besseren Rahmen für die ersten Schritte abseits der Familie konnte und kann ich mir auch heute nicht vorstellen.

Wir sagen Danke

Unser Jubiläum ist nicht nur ein großartiger Moment zum Feiern, sondern auch um DANKE zu sagen - und zwar an euch Studierende:

  • Danke für euren Semesterbeitrag – er hilft solidarisch allen Studierenden und ist damit euer konkreter Anteil für mehr Chancengerechtigkeit!
  • Danke für euren produktiven Druck und die konstruktive Zusammenarbeit – sie hilft uns nicht nur, uns stetig weiterzuentwickeln und erfolgreich zu wirtschaften, sondern auch mehr finanzielle Förderung vom Land zu fordern, damit Studieren für alle erfolgreich gelingt!
  • Und das Wichtigste zum Schluss: Danke für die Lebendigkeit, die Freude und die Weltoffenheit, die ihr in die Region bringt – dank euch pulsiert das Leben!

Und das ist großartig! DANKE!

Auf in die nächsten 100 Jahre:
Du studierst - wir machen den Rest!

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