Psychotherapeutische Beratung

Wer persönliche oder studienbedingte Probleme hat, ist nicht allein. Viele Studierende erleben im Lauf ihres Studiums Krisen. Dann ist es gut, wenn es professionelle Unterstützung gibt, um den Weg vor sich wieder klarer zu sehen. Oft hilft dabei schon ein kurzes Gespräch.
 
Die Psychotherapeutische Beratung des Studierendenwerks ist in solchen Fällen die richtige Anlaufstelle. In Villingen-Schwenningen stehen die Diplom-Psychologin Frau Ulrike Timm und die Sozialpädagogin Frau Susanne Rettinger für Gespräche zur Verfügung.
Selbstverständlich unterliegen alle Gespräche der Schweigepflicht.

Bei akuten Krisen und außerhalb unserer Dienstzeiten finden Sie Hilfe bei folgenden Stellen:

Ambulanz der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Hauptstraße 5, Freiburg
Telefon: 0761/270-6 55 00, -650 10, -650 20

Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg
in der Medizinischen Universitätsklinik
Erdgeschoss, Hugstetter Str. 55, Freiburg
Telefon: 116 117
Mo/Di/Do 20.00 - 6.00 Uhr;
Mi + Fr 16.00 - 6.00 Uhr;
Sa/So/Feiertag 0.00 - 24.00 Uhr   

Emmendingen Zentrum für Psychiatrie

Neubronnstraße 25,
Telefon 07641/4610   

Offenburg MediClin Klinik
Bertha von Suttner Straße 1 
Telefon 0781/91920

Rettungsdienst/Notarzt
Telefon 112

Das junge Erwachsenenalter ist eine Zeit vieler Veränderungen und Entwicklungsanforderungen, die auch mit krisenhaften Umbrüchen einhergehen. Phasen von starker Verunsicherung oder Stagnation sind nichts Ungewöhnliches – wichtig ist, sich zuzugestehen, rechtzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn man das Gefühl hat, allein nicht weiter zu kommen, um eine Verfestigung der Problematik zu verhindern. Krisen oder das Inanspruchgenommensein von ungelösten inneren Konflikten vermindern oft massiv die Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit und beeinträchtigen damit die Studierfähigkeit. So können auch bei zuvor erfolgsgewohnten Studierenden rasch Studienprobleme auftauchen. Am häufigsten suchen uns Studierende auf wegen Arbeitsstörungen und Prüfungsängsten, Depressivität, Ängsten und Selbstwertproblemen, Kontakt- und Beziehungsschwierigkeiten. In der letzten Sozialerhebung des Deutschen Studierendenwerks gaben 14 % der Studierenden an, Beratung wegen psychischer Probleme zu benötigen.

Oft braucht es dafür das Gespräch und die Reflexion mit einem erfahrenen und neutralen Gegenüber. Auch heftige Krisen und massive Verunsicherungen bedeuten nicht automatisch, schwer krank zu sein und einer langen Behandlung zu bedürfen. Es ist eine wichtige Aufgabe der Beratung zu klären, ob einige wenige Gespräche genügen, um wieder alleine mit den Schwierigkeiten im Leben bzw. Studium klar zu kommen oder ob es dafür einer kontinuierlichen Bearbeitung im Rahmen einer Psychotherapie bedarf.

Nein - die PBS steht Ihnen offen bei allen persönlichen Problemen und Fragen.

Sie vereinbaren zunächst einen Termin für ein erstes Gespräch. Das machen Sie am besten telefonisch oder persönlich mit dem Sekretariat der Psychotherapeutischen Beratung (PBS). Folgetermine vereinbaren Sie dann direkt mit dem Therapeuten oder der Therapeutin.

Wenn man das Gefühl hat, dass ein Kommilitone sich in einer schweren Krise befindet, sich eigenartig verhält oder sich zurückzieht, vielleicht sogar selbstmordgefährdet ist, fühlt man sich manchmal sehr hilflos und ohnmächtig, weil man nicht weiß, ob man seinen Eindrücken trauen soll und ob und wie man seine Beobachtungen ansprechen kann oder weil die betreffende Person Hilfe verweigert. Sie können auch in diesem Fall einen Termin vereinbaren, um hier gemeinsam zu überlegen, wie man am besten vorgeht.

Wie soll man reagieren, wenn man vermutet, dass ein Kommilitone/eine Kommilitonin ein seelisches Problem hat? Häufig scheut man sich nachzufragen, weil man Angst hat, aufdringlich zu wirken oder abgewiesen zu werden. Dennoch sollte man aktiv werden, vor allem bei den folgenden Anzeichen:

  • Rückzug von Freunden und von sozialen Aktivitäten.
  • Verlust des Interesses für Studium oder gewohnte Aktivitäten.
  • Abrupte Veränderungen in Verhalten, Erscheinung, Stimmung.
  • Verwicklungen in gefährliche Aktivitäten.
  • Drogen- und Alkoholprobleme.
  • Anzeichen von Depression, z. B. Weinen, Hoffnungslosigkeit, Schlaf- oder Essprobleme, geringe Energie, schwaches Selbstwertgefühl, extreme Schuldgefühle.
  • Direkte Äußerungen von jemand über Erwähnung früherer Suizidversuche


Was ist hilfreich?

  • Nehmen Sie solche Anzeichen ernst.
  • Haben Sie keine Scheu die Person anzusprechen.
  • Sagen Sie offen, dass Sie besorgt sind.
  • Benennen Sie, was Sie wahrgenommen haben.
  • Seien Sie bereit zuzuhören.
  • Wenn Sie befürchten, dass jemand selbstmordgefährdet ist, sprechen Sie es offen an. Es ist für die betreffende Person entlastend, in ihrer Not gesehen zu werden.
  • Wenn Sie sich unsicher sind, was Sie tun können, wenden Sie sich an uns.

 
Ist der/die Mitstudierende akut suizidal, sollten Sie professionelle Hilfe rufen. Dies ist möglich über:
- Rettungsdienst/Notarzt Telefon 112
- Ambulanz der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Hauptstraße 5, Freiburg, Telefon 0761/270–6 55 00, –6 55 10 oder –6 55 20
- Offenburg: MediClin Klinik, Bertha von Sutter Straße 1, Telefon 0781/91920
- Emmendingen: Zentrum für Psychiatrie, Neubronnstraße 25, Telefon 07641/4610

 

Sie können sich auch in Fällen, in denen Sie unsicher sind, jederzeit an die Psychotherapeutische Beratung im Studierendenwerk wenden und Rat holen.

 

 

Die Psychotherapeutische Beratungsstelle bietet auch ein umfangreiches Seminarprogramm an. Themen sind unter anderem "Prüfungsangst", "Rhetorik", "Stressbewältigung", "Schreibblockaden" oder "Zeitmanagement". Das komplette Programmangebot finden Sie hier

Im Internet und in Broschüren finden Sie Informationen zu den Kursen und Sie können auch im Sekretariat besprechen, welcher Kurs für Sie in Frage kommt. Bis zu 14 Tagen vor Kursbeginn können Sie sich telefonisch, per E-Mail oder persönlich im Sekretariat der PBS anmelden. Die Kursgebühr wird dann per Banküberweisung entrichtet.

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