Allgemeine Sozialberatung

In der Sozialberatung findet ihr Antworten auf Fragen zu Sozialversicherung, Kinderbetreuung, Versicherungsangelegenheiten, Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Studium mit Behinderung und/oder chronischen Krankheiten. Außerdem erhält man Adressen anderer Beratungsstellen und Kontakt zu Ansprechpartnern anderer Ämter und Behörden.

Sprechzeiten der Sozialberatung sind Montag und Dienstag von 9.00-12.00 Uhr und Donnerstag von 13.30-16.00 Uhr, sowie nach telefonischer Terminvereinbarung. Die entsprechenden Kontaktdaten von Barbara Toth und Nerea Ulrich findet ihr rechts.


FAQs

Finanzielle Fragen

Dies ist in der Regel nicht möglich, da Studierende, deren Ausbildung dem Grunde nach förderungsfähig ist – und das sind alle regulären Studiengänge – keinen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts haben. Hierbei spielt es keine Rolle, ob tatsächlich BAföG bezogen wird oder nicht. Studierende, die wegen Überschreitens der Förderungsdauer oder aus anderen Gründen kein BAföG (mehr) erhalten, haben also dennoch keinen Anspruch auf Leistungen nach SGB II oder SGB XII.

Allerdings können in besonderen Härtefällen Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts erbracht werden (nach SGB II als Darlehen, nach SGB XII als nicht rückzahlbare Beihilfe oder Darlehen), vor allem wenn zum Beispiel

· das Studium wegen der Geburt und der damit verbundenen Betreuung eines Kindes ruht;

· das Studium wegen Krankheit, Schwangerschaft oder Behinderung länger dauert, als es durch das BAföG gefördert werden kann und der erfolgreiche Abschluss wegen fehlender Mittel gefährdet wäre;

· es einer Studentin oder einem Studenten mit einer schweren Behinderung bei Abbruch der Ausbildung langfristig oder möglicherweise auf Dauer nicht möglich sein wird, seinen Lebensunterhalt durch eine Erwerbstätigkeit ausreichend zu sichern;

· ein/e mittellose/r Studierende/r sich in der aktuellen Phase des Abschlussexamens befindet und ihr/ihm deshalb ein Abbruch der Ausbildung nicht zugemutet werden kann.

ACHTUNG! Beurlaubte - und natürlich erst recht exmatrikulierte - Studierende sind dem Grunde nach nicht BAföG-berechtigt. Sie können bei Erwerbsfähigkeit für sich selbst Arbeitslosengeld II und für die mit ihnen in Bedarfsgemeinschaft zusammenlebenden Kindern Sozialgeld beantragen, sofern für diese kein Kinderzuschlag geleistet wird. Beachten Sie jedoch, dass für eine Beurlaubung ein triftiger Grund vorliegen muss: Erkrankung, Schwangerschaft oder Pflege/Betreuung von Familienangehörigen. Entsprechende Nachweise sind dem Studentensekretariat vorzulegen. Sie können sich nicht beurlauben lassen, um Arbeitslosengeld II/Sozialgeld beantragen zu können!

Weitere Informationen finden Sie auf den Websites des Deutschen Studierendenwerks oder des "HARTZ VI Ratgebers" (mit "HARTZ IV Rechner").

Zum 01. Januar 2020 ist die neue Wohngeldreform in Kraft getreten, dadurch haben mehr Menschen Anspruch auf Wohngeld. Neben den Wohngeldsätzen sind auch die Miethöchstbeträge gestiegen. Beim Wohngeld handelt es sich um einen staatlichen Zuschuss zur Miete, der nicht zurückgezahlt werden muss. Voraussetzung ist, dass man die Kosten seines Lebensunterhalts selbst bestreiten kann und lediglich ein Teil für die Miete fehlt.Wenn Wohngeld beantragt wird, muss also nachgewiesen werden, dass man mindestens regelmäßige Einkünfte in Höhe von etwas mehr als dem Bedarf für die Grundsicherung laut SGB II hat (aktuell sind das 432 Euro plus Kosten für die Kranken-/Pflegeversicherung plus ein Anteil der Monatsmiete). Umgekehrt darf man aber natürlich auch nicht zu viel eigenes Einkommen oder Vermögen haben.

Studierende können Wohngeld beantragen, wenn sie dem Grunde nach keinen Anspruch auf Bafög haben. Dies ist z. B. dann der Fall,

  • wenn die Förderungshöchstdauer überschritten ist und die Voraussetzungen für eine weitere Förderung oder eine Studienabschlussförderung nach dem BAföG dem Grunde nach nicht gegeben sind;
  • der Zeitrahmen der Studienabschlussförderung überschritten ist;
  • die Altersgrenze für die Ausbildungsförderung überschritten ist.

Achtung: beim Wohngeld handelt es sich um eine Sozialleistung. Ausländische Studierende mit einem Aufenthalt nach §16b AufenthG gefährden durch die Beantragung von Wohngeld ggf. Ihren Aufenthalt! Bitte lassen Sie sich vorab beraten bzw. halten Sie Rücksprache mit der Ausländerbehörde.


Weitere Infos zum Thema mit einem "Wohngeldrechner" finden Sie auf der Website wohngeld.org.

Wohngeld kann in Freiburg beim Amt für Wohnungswesen am Fahnenbergplatz beantragt werden. Studierende, die nicht in Freiburg wohnen, wenden sich bitte an die zuständigen Wohngeldstellen der Landratsämter Breisgau-Hochschwarzwald (Freiburg, Stadtstraße 2 oder Titisee-Neustadt, Goethestraße 7) bzw. Emmendingen (Emmendingen, Bahnhofstraße 2-4).

Bei der Antragstellung sind der ausgefüllte Wohngeldantrag, ein BAföG-Negativ-Bescheid und Einkommensnachweise vorzulegen.

Weitere Infos gibt es hier.

Hartz IV - Sozialleistungen für schwangere, allein erziehende, pflegende, behinderte oder chronisch kranke Studentinnen und Studenten nach SGB II (Arbeitslosengeld II/Sozialgeld) und SGB XII (Sozialhilfe).
Informationen zu Sozialhilfe, Mehrbedarfszuschlag für Alleinerziehende, Arbeitslosengeld II, Grundsicherung, BAföG usw. finden Sie auf den Websites des  Deutschen Studierendenwerks oder des "HARTZ IV Ratgebers" (mit "HARTZ IV Rechner").

Familienversicherte Studierende dürfen bei nicht selbständiger Tätigkeit höchstens 450 Euro verdienen, Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit, Zins- und Mieteinnahmen dürfen im Monat nicht mehr als 395 Euro betragen. Wer mehr als drei Monate im Jahr über 395 Euro Einkommen (Zinserträge, Einnahmen aus Vermietung usw.) erzielt bzw. über 450 Euro pro Monat verdient, fällt aus der Familienversicherung heraus. Studierende, die nicht mehr familienversichert sind, müssen keine Einkommensgrenzen, dafür aber zeitliche Einschränkungen beachten. Sie dürfen während der Vorlesungszeit maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten. In der vorlesungsfreien Zeit gilt keine zeitliche Begrenzung.

Ausnahme: Auch während der Vorlesungszeiten kann man für einen begrenzten Zeitraum über 20 Wochenstunden arbeiten, wenn der Job von vornherein auf maximal zwei Monate bzw. 50 Arbeitstage befristet oder so konzipiert ist, dass überwiegend an Wochenenden oder in den Abend- bzw. Nachtstunden gearbeitet wird. Es besteht dann Versicherungsfreiheit in der Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Bei einem regelmäßigen monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 450 Euro sind jedoch Rentenversicherungsbeiträge fällig, eine Befreiung ist in diesem Fall nicht möglich.

Achtung: Sie dürfen im Jahr maximal 26 Wochen lang mehr als 20 Wochenstunden arbeiten. Andernfalls werden Sie sozialversicherungsrechtlich als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer behandelt.

Ausführliche Informationen gibt auch hier.

Grundsätzlich müssen alle Haushalte (Einzelzimmer, WGs) den Rundfunkbeitrag bezahlen. Hierbei spielt es keine Rolle, wie viele Personen in der Wohnung leben und wie viele Rundfunkgeräte genutzt werden. Näheres zum neuen Rundfunkbeitrag gibt es hier.

Studentinnen und Studenten, die nicht bei den Eltern wohnen und Leistungen nach BAföG beziehen, können direkt beim "Beitragsservice von ARD ZDF und Deutschlandradio" einen Antrag auf Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht stellen. Zusammen mit dem Antrag ist eine amtlich beglaubigte Kopie des aktuellen BAföG-Bescheids einzusenden. Sie können sich den Antrag und Ihren BAföG-Bescheid auch bei der Sozialberatung des Studierendenwerks beglaubigen lassen. Ausführliche Informationen hierzu sowie ein Antragsformular finden Sie auf der Homepage des Beitragsservice.

 

Weitere Fragen

Für schwangere Studentinnen und für studierende Eltern gibt es eine Reihe von finanziellen Hilfen. Deshalb ist es ratsam, sich bei der Sozialberatung des Studierendenwerks oder bei einer anderen Beratungsstelle (PRO FAMILIA, Sozialdienst katholischer Frauen, Diakonie usw.) beraten zu lassen.

Viele Tipps und Informationen gibt es in der kommentierten Linksammlung www.studieren-mit-kindern.de.

Für Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahre bietet das Studierendenwerk in seinen beiden Kindertagesstätten insgesamt 100 Betreuungsplätze an (Vormittags-, Nachmittags- und Ganztagsbetreuung). Die Kitas liegen im Glacisweg 3 (Nähe Uni) und im Kunzenweg 17 (PH-Campus) und stehen nicht nur Studierenden offen. Vorrangig aufgenommen werden jedoch Kinder von Eltern, die sich im Studium oder in der Ausbildung befinden.

Das Studierendenwerk Freiburg besitzt zudem noch das Belegrecht für zehn Ganztagsplätze in der "Kita Wolkengarten" (Campus Flugplatz). Hier werden Kinder bereits ab dem vollendeten dritten Lebensmonat aufgenommen.

In der „Kita-Miteinander“ an der Evangelischen Hochschule werden 15 Kinder im Alter von 18 Monaten bis 6 Jahren betreut. Nähere Infos gibt es unter www.eh-freiburg.de.

Adressen weiterer Krippen, Kindertagesstätten und Kindergärten in Freiburg finden Sie auf der Homepage der Stadt Freiburg.

Als Alternative bietet sich die Kinderbetreuung durch eine Tagesmutter an. Der TagesmütterVerein Freiburg bietet „ein qualifiziertes, am tatsächlichen Bedarf orientiertes und flexibles Betreuungsangebot für Kinder“ an. Hierfür werden an der Tagespflege interessierte Frauen und Männer für die Betreuungstätigkeit geworben und qualifiziert, um sie an die anfragenden Eltern zu vermitteln. Nähere Infos gibt es unter www.tagesmuetterverein-freiburg-ev.de.

Ob auf dem Trip „around the world“, als Obstpflücker in Australien jobben, oder einfach zum Studium ins Ausland - an eine Auslandsreiseversicherung sollte man unbedingt denken. Zusätzlich kann für wenige Euros eine Reisegepäckversicherung, eine Unfall- und Notfallversicherung sowie eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen werden. Dann ist man im Ausland rundum versichert. 

Die eigenen Krankenkasse ist bei der Suche nach einer geeigneten Auslandsreiseversicherung die erste Anlaufstelle.

 

 

Studierende sind grundsätzlich krankenversicherungspflichtig. Studierende und Studienbewerber/innen, die bei einer privaten Krankenversicherung versichert sind und sich von der studentischen Krankenversicherung befreien lassen wollen, müssen einer Gesetzlichen Krankenkasse eine Bestätigung ihrer privaten Krankenversicherung vorlegen und die „Befreiung von der Versicherungspflicht der Studierenden“ beantragen. Achtung: Diese Befreiung gilt für die gesamte Zeit des Studiums. Der Befreiungsbescheid muss mit den Unterlagen für die Einschreibung vorgelegt werden.

Während des Studiums gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, krankenversichert zu sein: entweder über die Familienversicherung, über eine spezielle studentische Krankenversicherung oder über eine freiwillige Krankenversicherung für Studierende.

Studierende sind in der Kranken- und Pflegversicherung nicht versicherungspflichtig, wenn sie familienversichert sind. Normalerweise können sich Studierende bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres (bei privat Versicherten normalerweise bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres) familienversichern, das heißt, es fallen keine eigenen Versicherungsbeträge an. Wird die Ausbildung durch Wehr- oder Zivildienst unterbrochen oder verzögert, besteht die Möglichkeit der Familienversicherung für einen dem Dienst entsprechenden Zeitraum über das 25. Lebensjahr hinaus. Voraussetzung für eine Familienversicherung ist auch, dass Ihr monatliches Einkommen bei nicht selbständiger Arbeit 450 Euro nicht übersteigt. Ihre Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit, Miet- und Zinseinnahmen dürfen nicht über 425 Euro liegen. 

Für Studierende, die nicht mehr familienversichert sind, besteht Versicherungspflicht in der studentischen Kranken- und Pflegeversicherung. Diese besteht bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters, längstens bis zum Ende des Semesters, in dem das 30. Lebensjahr vollendet wird. Über diesen Zeitpunkt hinaus besteht die Versicherungspflicht fort, wenn die Art der Ausbildung, familiäre Gründe oder persönliche Gründe, (z.B. zweiter Bildungsweg), die Überschreitung der Altersgrenze oder eine längere Fachstudienzeit rechtfertigen. Die gesetzlichen und privaten Krankenkassen bieten einen speziellen Studententarif an.

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