Psychotherapeutische Beratung

Wer persönliche oder studienbedingte Probleme hat, ist nicht allein. Viele Studierende erleben im Lauf ihres Studiums Krisen. Dann ist es gut, wenn es professionelle Unterstützung gibt, um den Weg vor sich wieder klarer zu sehen. Oft hilft dabei schon ein kurzes Gespräch.
 
Die Psychotherapeutische Beratung des Studierendenwerks ist in solchen Fällen die richtige Anlaufstelle. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Beratung in Form von Einzelgesprächen. Hierzu ist eine Anmeldung erforderlich. Einmal wöchentlich findet auch eine offene Sprechstunde statt, die man ohne Voranmeldung besuchen kann.

Beratungsgespräche sind auch in englischer, französischer, chinesischer und slowenischer Sprache möglich.
Selbstverständlich unterliegen alle Gespräche der Schweigepflicht.

Außerdem bietet die Psychotherapeutische Beratung zahlreiche Workshops und Seminare zum Thema "Erfolgreich Studieren" an. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Es ist nichts Ungewöhnliches, wenn es während des Studiums zu Krisen kommt. Auch Gefühle von Angst und Verunsicherung oder Stagnation sind nicht selten. Die Therapeutinnen und Therapeuten der Psychotherapeutischen Beratung können dabei helfen, Anliegen zu klären, sich über Wünsche, Gefühle und Konflikte klarer zu werden und durch ein vertieftes und erweitertes Verständnis von sich selbst eigene Lösungsmöglichkeiten für Probleme aufzufinden. Dabei kann es sich um akute wie langanhaltende, persönliche Probleme ebenso wie um Studienprobleme handeln.
 
In der Psychotherapeutischen Beratung gibt es kaum Wartezeiten. Die einzelnen Gespräche dauern jeweils 45 Minuten.

Wie lang eine Beratung insgesamt dauert, ist unterschiedlich. Manche Fragen klären sich in ein oder zwei Sitzungen. Für andere Probleme sind auch mehr Termine notwendig. Über die Dauer der gesamten Beratung entscheiden Studierende und Berater gemeinsam. Es ist auch möglich, sich nach einiger Zeit – mit dem gleichen Anliegen oder einem anderen - erneut an die PBS zu wenden.

Die ersten vier Termine sind kostenlos, für eventuelle weitere Gespräche fällt ein Eigenbeitrag von 8 Euro an. Eine kontinuierliche Behandlung über einen längeren Zeitraum ist an der Beratungsstelle nicht möglich. Ist eine solche längere Therapie sinnvoll, können die Therapeutinnen und Therapeuten dabei helfen, die richtigen Stellen zu finden.

Internationale Studierende können eine Beratung in englischer, französischer, chinesischer oder slowenischer Sprache in Anspruch nehmen.
 
Für die Einzelgespräche außerhalb der Offenen Sprechstunde bitten wir um telefonische oder persönliche Anmeldung.

Studierende, die ohne vorherige Terminvereinbarung mit einer Beraterin oder einem Berater sprechen möchten, können die offene Sprechstunde nutzen.

Bitte beachten Sie, dass im Rahmen der offenen Sprechstunde nur ein kurzes, ca. 10-minütiges Gespräch möglich ist.

Die offene Sprechstunde findet immer mittwochs von 13.00 bis 14.00 Uhr statt.  

Die Psychotherapeutische Beratungsstelle bietet auch ein umfangreiches Seminarprogramm an. Themen sind unter anderem "Prüfungsangst", "Rhetorik", "Stressbewältigung", "Schreibblockaden" oder "Zeitmanagement". Das komplette Programmangebot finden Sie hier

Bei akuten Krisen und außerhalb unserer Dienstzeiten finden Sie Hilfe bei folgenden Stellen:

Ambulanz der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Hauptstraße 5, Freiburg
Telefon: 0761/270-6 55 00, -650 10, -650 20

Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg
in der Medizinischen Universitätsklinik
Erdgeschoss, Hugstetter Str. 55, Freiburg
Telefon: 116 117
Mo/Di/Do 20.00 - 6.00 Uhr;
Mi + Fr 16.00 - 6.00 Uhr;
Sa/So/Feiertag 0.00 - 24.00 Uhr   

Emmendingen Zentrum für Psychiatrie

Neubronnstraße 25,
Telefon 07641/4610   

Offenburg MediClin Klinik
Bertha von Suttner Straße 1 
Telefon 0781/91920

Rettungsdienst/Notarzt
Telefon 112

Das therapeutische Team besteht aus Ärzten und Diplompsychologinnen/ Diplompsychologen mit fundierter psychotherapeutischer Weiterbildung:

Jürgen Griesser, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Leiter der Psychotherapeutischen Beratungsstelle
Diplom-Psychologin Christina Huber, stellvertretende Leiterin der Psychotherapeutischen Beratungsstelle
Diplom-Psychologe Sebastian Maier
Diplom-Psychologin Margarete Dietl
Diplom-Psychologin Almuth Wöhrle
Diplom-Psychologin Vivien Völklin
Diplom-Psychologe Matic Rozman
Diplom-Psychologin Christina Unmüßig
Frau Dr. med. Ying Zhang bietet nach Anmeldung Beratungsgespräche für chinesische Studierende an.
Rosa Meyer, Sekretariat und Anmeldung

Für alle, die sich intensiver mit dem Thema „erfolgreich studieren“ beschäftigen möchten, haben wir eine Auswahl an Texten und eine Literaturliste zusammengestellt. Sie finden darin u.a. Tipps für einen selbstbewussten Umgang mit Prüfungen, Ratschläge zum selbständigen Arbeiten und Anleitungen zur Entspannung.

Die Texte finden Sie auf der rechten Seite als Link oder zum Download. Wir veröffentlichen diese mit der freundlichen Genehmigung der Studierendenwerke Karlsruhe, Heidelberg und Ulm.

FAQs

Sie vereinbaren zunächst einen Termin für ein erstes Gespräch. Das machen Sie am besten telefonisch oder persönlich mit dem Sekretariat der Psychotherapeutischen Beratung (PBS). Folgetermine vereinbaren Sie dann direkt mit dem Therapeuten oder der Therapeutin.

Nein - die PBS steht Ihnen offen bei allen persönlichen Problemen und Fragen.

Immer dann, wenn Sie Hilfe bei der Lösung von Problemen brauchen, egal ob es sich um ganz persönliche oder studienbezogene Schwierigkeiten handelt. Hier einige der gründe, weshalb wir typischerweise aufgesucht werden: Probleme bei der Ablösung von zu Hause und der Neuorientierung im Studium oder Probleme beim Abschluss des Studiums; Ängste, Depressivität; Selbstmordgedanken; Lern- Arbeits-, und Konzentrationsstörungen; Prüfungsangst; Ängste vor Referaten; Kontaktprobleme; Beziehungskonflikte; Konflikte von Paaren; Verunsicherungen als ausländischer Studierender in einem fremden Land; sexuelle Schwierigkeiten; Probleme mit Elternschaft; psychosomatische Beschwerden.

Sie haben die Möglichkeit zu Einzelgesprächen, in denen Sie Ihre individuelle Situation besprechen können. Vier kostenlose Termine sind möglich. Ein Gespräch dauert 45 Minuten, in der Regel findet ein Gesprächstermin pro Woche statt. Sie können selbstverständlich auch nur zu einem einzigen Gespräch kommen; jeweils am Ende eines Gesprächs wird besprochen, ob Sie einen Folgetermin vereinbaren möchten. Ab dem 5. Termin verlangen wir 8 € pro Gespräch, wobei weitere Termine nur begrenzt möglich sind. Wenn eine kontinuierliche therapeutische Arbeit notwendig ist, können wir Ihnen behilflich dabei sein, einen geeigneten Therapieplatz zu finden. Recht oft genutzt wird unser Angebot, sich im Laufe der Monate bzw. Jahre wieder zu einem Gespräch zu melden. Außerdem bieten wir ein Kursprogramm an. Hier geht es nicht um die Reflexion der persönlichen Hintergründe von Problemen, sondern in einer Gruppe um das Erlernen spezifischer Fähigkeiten und Techniken: Umgang mit Prüfungsängsten; Lern-, Arbeits- und Präsentationstechniken; Entspannungsverfahren usw.

Psychotherapeutische Beratung verbindet Beratung mit therapeutischen Elementen, die unter anderem aus den sogenannten Kurzzeittherapien stammen. Ziel ist es, in einem kurzen, überschaubaren Zeitraum ein vertieftes und erweitertes Verständnis von sich selbst zu gewinnen. So kann sich ein Weg zu eigenständigen Lösungen öffnen und das persönliche Entwicklungspotential entfalten.

Alle Studierenden, die den Studierendenwerksbeitrag entrichten.

Das junge Erwachsenenalter ist eine Zeit vieler Veränderungen und Entwicklungsanforderungen, die auch mit krisenhaften Umbrüchen einhergehen. Phasen von starker Verunsicherung oder Stagnation sind nichts Ungewöhnliches – wichtig ist, sich zuzugestehen, rechtzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn man das Gefühl hat, allein nicht weiter zu kommen, um eine Verfestigung der Problematik zu verhindern. Krisen oder das Inanspruchgenommensein von ungelösten inneren Konflikten vermindern oft massiv die Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit und beeinträchtigen damit die Studierfähigkeit. So können auch bei zuvor erfolgsgewohnten Studierenden rasch Studienprobleme auftauchen. Am häufigsten suchen uns Studierende auf wegen Arbeitsstörungen und Prüfungsängsten, Depressivität, Ängsten und Selbstwertproblemen, Kontakt- und Beziehungsschwierigkeiten. In der letzten Sozialerhebung des Deutschen Studierendenwerks gaben 14 % der Studierenden an, Beratung wegen psychischer Probleme zu benötigen.

Oft braucht es dafür das Gespräch und die Reflexion mit einem erfahrenen und neutralen Gegenüber. Auch heftige Krisen und massive Verunsicherungen bedeuten nicht automatisch, schwer krank zu sein und einer langen Behandlung zu bedürfen. Es ist eine wichtige Aufgabe der Beratung zu klären, ob einige wenige Gespräche genügen, um wieder alleine mit den Schwierigkeiten im Leben bzw. Studium klar zu kommen oder ob es dafür einer kontinuierlichen Bearbeitung im Rahmen einer Psychotherapie bedarf.

Vier Gespräche sind kostenlos. Für eventuelle weitere Gespräche verlangen wir acht Euro pro Termin.

Es gibt kaum Wartezeiten und in der Regel müssen Sie höchstens eine Woche auf einen Gesprächstermin warten. Ohne vorherige Terminvereinbarung können Sie in unsere offene Sprechstunde (mittwochs 13 – 14 Uhr) zu einem kurzen Gespräch (ca. 10 Minuten) mit einem Therapeuten oder einer Therapeutin kommen.

Das therapeutische Team arbeitet nach einem psychoanalytisch orientierten Beratungskonzept; die Therapeutinnen und Therapeuten verfügen über eine fundierte Ausbildung und über langjährige Berufserfahrungen. In den Einzelgesprächen geht es darum, in einer gemeinsamen Arbeit Sinn und Hintergrund der aktuellen Schwierigkeiten zu verstehen, den inneren und äußeren Spielraum beim Umgang damit zu erweitern und so den Weg zu eigenständigen Lösungen und Weiterentwicklungen zu öffnen.

Ja. Wir können gemeinsam überlegen, welche Therapieform für Sie geeignet ist, Sie über Fragen der Krankenkassenfinanzierung informieren und Ihnen bei der Therapieplatzsuche behilflich sein.

Wenn man das Gefühl hat, dass ein Kommilitone sich in einer schweren Krise befindet, sich eigenartig verhält oder sich zurückzieht, vielleicht sogar selbstmordgefährdet ist, fühlt man sich manchmal sehr hilflos und ohnmächtig, weil man nicht weiß, ob man seinen Eindrücken trauen soll und ob und wie man seine Beobachtungen ansprechen kann oder weil die betreffende Person Hilfe verweigert. Sie können auch in diesem Fall einen Termin vereinbaren, um hier gemeinsam zu überlegen, wie man am besten vorgeht.

Wie soll man reagieren, wenn man vermutet, dass ein Kommilitone/eine Kommilitonin ein seelisches Problem hat? Häufig scheut man sich nachzufragen, weil man Angst hat, aufdringlich zu wirken oder abgewiesen zu werden. Dennoch sollte man aktiv werden, vor allem bei den folgenden Anzeichen:

  • Rückzug von Freunden und von sozialen Aktivitäten.
  • Verlust des Interesses für Studium oder gewohnte Aktivitäten.
  • Abrupte Veränderungen in Verhalten, Erscheinung, Stimmung.
  • Verwicklungen in gefährliche Aktivitäten.
  • Drogen- und Alkoholprobleme.
  • Anzeichen von Depression, z. B. Weinen, Hoffnungslosigkeit, Schlaf- oder Essprobleme, geringe Energie, schwaches Selbstwertgefühl, extreme Schuldgefühle.
  • Direkte Äußerungen von jemand über Erwähnung früherer Suizidversuche


Was ist hilfreich?

  • Nehmen Sie solche Anzeichen ernst.
  • Haben Sie keine Scheu die Person anzusprechen.
  • Sagen Sie offen, dass Sie besorgt sind.
  • Benennen Sie, was Sie wahrgenommen haben.
  • Seien Sie bereit zuzuhören.
  • Wenn Sie befürchten, dass jemand selbstmordgefährdet ist, sprechen Sie es offen an. Es ist für die betreffende Person entlastend, in ihrer Not gesehen zu werden.
  • Wenn Sie sich unsicher sind, was Sie tun können, wenden Sie sich an uns.

 
Ist der/die Mitstudierende akut suizidal, sollten Sie professionelle Hilfe rufen. Dies ist möglich über:
- Rettungsdienst/Notarzt Telefon 112
- Ambulanz der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Hauptstraße 5, Freiburg, Telefon 0761/270–6 55 00, –6 55 10 oder –6 55 20
- Offenburg: MediClin Klinik, Bertha von Sutter Straße 1, Telefon 0781/91920
- Emmendingen: Zentrum für Psychiatrie, Neubronnstraße 25, Telefon 07641/4610

 

Sie können sich auch in Fällen, in denen Sie unsicher sind, jederzeit an die Psychotherapeutische Beratung im Studierendenwerk wenden und Rat holen.

 

 

Die Therapeutinnen und Therapeuten unterliegen der Schweigepflicht und haben Zeugnisverweigerungsrecht. Niemand außerhalb der PBS erfährt, ob oder weshalb Sie uns aufsuchen - auch nicht andere Abteilungen des Studierendenwerks oder die Hochschule.

In den verschiedenen Kursen werden in Gruppen (circa 6 bis 15 Teilnehmer) spezifische Techniken und Fähigkeiten vermittelt. Das Kursangebot variiert von Semester zu Semester, zum festen Kern gehören aber Kurse zu Prüfungsängsten, effektiven Lern- und Arbeitsmethoden, Präsentationstechniken und Entspannungsverfahren. Die Kurse gehen meist über 2 Tage, teilweise erstrecken sie sich auch über einen längeren Zeitraum (z.B. Yoga).

Im Internet und in Broschüren finden Sie Informationen zu den Kursen und Sie können auch im Sekretariat besprechen, welcher Kurs für Sie in Frage kommt. Bis zu 14 Tagen vor Kursbeginn können Sie sich telefonisch, per E-Mail oder persönlich im Sekretariat der PBS anmelden. Die Kursgebühr wird dann per Banküberweisung entrichtet.

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