Ein Tag in der Mensa Rempartstraße

 

Glas, Stahl, Beton: Anfang der 1960er Jahre gebaut, steht die Mensa Rempartstraße als typisches Bauwerk der Nach-Bauhaus-Architektur unter Denkmalschutz.

Pro Jahr essen hier etwa 1,1 Mio. Gäste rund 88 t Fleisch, 200 t Gemüse und Salat, 40 t Nudeln und 60 t Milchprodukte.

Wie sieht er aus, ein typischer Tag in der Mensa Rempartstraße?

Achtung: Die Fotos vergrößern sich bei Klick!
(Fotos von Natalie Becker und Robin Gommel, www.3cimages.de)

Die frischen Waren kommen

Der Tag fängt früh an. Bereits ab 7.00 werden frische Waren geliefert.  Dabei werden Händler und Produzenten aus der Region bevorzugt. Auch saisonale Aspekte bilden bei der Speiseplanung einen Schwerpunkt.

Die ersten Vorbereitungen beginnen sofort

Nach der Anlieferung werden die Waren umgehend von der Lieferrampe weitergeleitet und in die Produktionsräume oder in die Kühlräume transportiert. Der größte Teil der Ware wird noch am gleichen Vormittag verarbeitet, zum Beispiel putzen rund 15 Küchenhilfen in den frühen Morgenstunden den Salat und das Gemüse fürs Mittagessen.

Kochen in Chargen

In der Mensa wird in sogenannten "Chargen" gekocht, das heißt: es wird jeweils nur eine relativ kleine Menge zubereitet und an die Ausgabe gebracht. Während die ersten Gäste ihr Essen bekommen, wird im Hintergrund die nächste Charge gekocht, die optimalerweise dann fertig ist, wenn die Töpfe an der Theke zur Neige gehen. Auf diese Weise läuft der Kochprozess über die ganze Mittagszeit und das Essen kommt frisch gekocht auf die Teller.

Technik hilft

Die anspruchsvolle Technik, in der die neusten Kombidämpfer zum Einsatz kommen, ermöglicht zudem kurze Garzeiten und schonende Zubereitung. Auch die Soßen werden aus selbst zubereitetem Bratenfond hergestellt und mit dem fahrbaren Großmixer (im Küchjargon "Elefantenrüssel") aufgerührt. Und das Kartoffelpüree? Natürlich selbst gemacht!

Hunger!

Zwischen 11.30 und 14.00 strömen die Gäste in die Mensa. Mittagessenszeit! Und für Abwechslung ist gesorgt: An der Wahltheke gibt es täglich ein Gericht mit Fleisch oder Fisch und ein vegetarisches Gericht (Essen 1 und 2). Daneben gibt es ein Tagesessen, den Schnellen Teller für die Eiligen, sowie Schnitzel und Currywurst im wöchentlichen Wechsel, jeweils mit Pommes und Salat, alternativ auch als vegetarische Variante (Tofu-Wurst/ Sellerie-Schnitzel). Im Bistro gibt es Frisches aus dem Wok oder vom Grill, das Bio-Essen und außerdem ein Salat- und ein Pasta-Buffet - und das alles zu einem Preis. Im Bistro wird gewogen und so kann man selbst bestimmen, wie groß die Portion sein soll.

Wohin mit dem benutzten Geschirr?

In der Mensa kommt so einiges an Geschirr zusammen. Wie werden solche Abwaschberge bewältigt? Modernste Technik machts möglich. Dazu werden die Tabletts mit dem schmutzigen Geschirr erstmal auf Wanderschaft geschickt. Von den Abgabestellen werden sie auf Transportbändern durchs Innere der Mensa chauffiert und in einem Aufzug durch die grün beleuchteten Transporttürme im Eingangsbereich in den Keller gefahren. Dort gelangen sie über einen kurvenreichen Weg unter der Decke zu den beiden riesigen Spülmaschinen. Der Geschirrtransport wird über die ganze Strecke hinweg auf Monitoren überwacht. Sollte es zu Störungen kommen, müssen diese so schnell wie möglich behoben werden, sonst kommt der gesamte "Verkehr" zum Erliegen und die Tabletts stapeln sich an den Abgabestellen.

Und wer wäscht ab?

In der Maschine werden die Geschirr- und Besteckteile auf einem Förderband voneinander getrennt. Das Besteck wird mittels eines Magnets hochgezogen und separat gereinigt. Dann "fahren" alle Teile in die Maschine ein und kommen wie von Zauberhand gesäubert und trocken am anderen Ende wieder heraus. Jetzt werden sie in Geschirrwagen gestapelt und wieder zur Ausgabe gebracht. Pro Mensatag kommt jeder Teller viermal zum Einsatz.

Reinigung des Gebäudes

Nach dem Essen ist vor dem Essen. Und jeden Tag erwarten die Gäste zu Recht eine blitzsaubere Mensa. Für die Reinigung von Küche und Speiseräumen gibt es strengste Hygienevorschriften - auch zu den Reinigungsmitteln und dem Reinigungsablauf. Unter Beachtung dieser Regeln wird das gesamte Gebäude jeden Tag komplett gereinigt.

Abendessen

Auch abends bleibt der "Herd" in der Mensa Rempartstraße nicht kalt. Vom Montag bis Freitag zwischen 17.30 und 19.00 bringt das Küchenteam ein frisch zubereitetes Abendessen auf den Tisch. Auch hier gibt es immer eine fleischlose Alternative.

Sommer im Mensagarten

Während der Sommermonate bietet der MensaGarten am Abend viel Platz zum Relaxen, Freunde treffen oder der Sonne-beim-Untergehen-zusehen. Freiburgs jüngster Innenstadt-Biergarten wurde im Sommer 2006 speziell für Studierende eröffnet und bietet neben Bier und kleinen Speisen auch Kulturelles. So werden auf dem Gelände des Biergartens zum Beispiel die Open-Air-Filme des Freiburger Filmfests gezeigt, das alljährlich im Juli veranstaltet wird.

Und auch Nachts schläft die Mensa nicht

Im Foyer der Mensa Rempartstraße ist nach dem Umbau ein neuer Bereich entstanden, der sich vor allem für studentische Kulturveranstaltungen anbietet. In der MensaBar finden unter dem Semester fast täglich Veranstaltungen statt. Verschiedene Slams, Konzerte, Parties, Clubabende - für jeden ist etwas dabei!

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