Refugees Welcome

Das Studierendenwerk ist für die soziale Betreuung der Studierenden in der Hochschulregion Freiburg zuständig. Auch studieninteressierte Flüchtlinge können sich in sozialen, gesundheitlichen oder finanziellen Fragen an eine der Beratungsstellen des Studierendenwerks wenden.

  • Sozialberatung
    Studieninteressierte und studierende Flüchtlinge können sich an die Sozialberatung wenden, etwa mit Fragen zum Aufenthaltsrecht, zur Arbeitserlaubnis, zur Kinderbetreuung oder zum Studium mit Behinderungen. Zudem werden hier Kontakte zu Kooperationspartnern in anderen Beratungsstellen, Ämtern und Behörden vermittelt.  
  • Gesundheitsberatung
    In der Sozialberatung werden auch Fragen zur Organisation unseres Gesundheitssystems beantwortet und Termine bei Ärzten mit bestimmten Fremdsprachenkenntnissen vermittelt.
  • Rechtsberatung
    Studierende Flüchtlinge können in der Sozialberatung einen Termin mit einem Rechtsanwalt vereinbaren, um rechtliche Fragen zu klären, die im Zusammenhang mit dem Studium stehen.
  • Finanzierungsberatung
    Hier kann man sich über verschiedene Möglichkeiten der Studienfinanzierung informieren.

Geflüchtete mit Gasthörerstatus oder Teilnehmende an Sprachkursen der Hochschulen haben außerdem die Möglichkeit, unsere Mensen zu einem reduzierten Gästepreis zu nutzen.

Daneben bieten wir im Internationalen Club Freiburg viele Möglichkeiten, andere Studierende kennen zu lernen und interkulturelle Kontakte zu pflegen.  Der Internationale Club ist ein Forum für Studierende und Studieninteressierte aus dem In- und Ausland, die Kontakte knüpfen wollen und die an anderen Kulturen interessiert sind. Der Club bietet viele Veranstaltungen, zum Beispiel

  • Ein Buddy-Programm, das die Ankunft in Freiburg erleichtert,
  • Eine Tandem-Börse für Sprachpartnerschaften
  • Die „Walking Dialogs" bieten interaktives Deutschlernen anhand ausgewählter Themenfelder
  • Interkulturelle Begegnungen und Veranstaltungen in kleinerem Rahmen im Hofcafé im Herderbau

Weiterhin gibt es das Kulturteam "Yalla Orient", in dem deutsche Studierende und Studierenden aus dem arabischen Kulturraum gemeinsam an Konzepten zur Integration arbeiten und Veranstaltungen organisieren, z.B. die Arabischen Kulturtage.

Außerdem gibt es das Bilder-Wörterbuch Pic me für Studierende auf Arabisch.

Angebote der Hochschulen

Eine Übersicht zu Angeboten für Geflüchtete an den Hochschulen im Regierungsbezirk Freiburg finden Sie hier.

Über weitere aktuelle Projekte und Angebote informieren wir in unserem regelmäßigem Newsletter "Informationen zum Studium für Geflüchtete", welchen Sie am Ende der Seite abonnieren können.

Alle bereits veröffentlichten Newsletter mit den aktuellen Angeboten finden Sie hier.

FAQs

Allgemeine Informationen zum Studium in Deutschland finden Sie unter Make it in Germany, sowie auf der Seite des Bundesministerium für Bildung und Forschung. Studieninformationen speziell für Geflüchtete gibt es unter study-in.de. Informationen zum Studium in Baden-Württemberg finden Sie beim Ministerium für Wissenschaft und Forschung und im Study Guide Baden-Württemberg.

In Deutschland gibt es unterschiedliche Arten von Hochschulen:

  • Universitäten
  • Technische Hochschulen
  • Musik- und Kunsthochschulen
  • Pädagogische Hochschulen
  • Fachhochschulen
  • Verwaltungsfachhochschulen

Informationen zu den verschiedenen Hochschulen in Baden-Württemberg finden Sie auf der Homepage oder in der Broschüre des Study Guide Baden-Württemberg.

Eine Übersicht über alle in Baden-Württemberg angebotenen Studiengänge finden Sie in den folgenden Datenbanken: Studieninfo Baden-Württemberg und Study Search.

Aufenthaltsstatus

Grundsätzlich ist für die Zulassung zum Studium der Aufenthaltsstatus nicht relevant. Man kann auch mit einer Duldung oder Aufenthaltsgestattung studieren, d.h. auch während des Asylverfahrens ist ein Studienbeginn theoretisch möglich. Allerdings hängen vom Aufenthaltsstatus viele andere Faktoren, insbesondere der Zugang zu Leistungen, z.B. zu Sprachkursen ab.

Zudem werden ab dem Wintersemester 2017/2018 in Baden-Württemberg Studiengebühren für internationale Studierende erhoben. Flüchtlinge mit humanitären Aufenthaltstiteln (Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft, subsidiärer Schutz) sowie Asylbewerber*innen im Asylverfahren aus Ländern mit hohen Schutzquoten (Syrien, Irak, Iran, Somalia, Eritrea) sind von den Gebühren befreit. Asylbewerber*innen aus allen anderen Ländern, die sich noch im Verfahren befinden und internationale Studierende, die mit einem Studentenvisum (nach § 16 Aufenthaltsgesetz) hier sind und ab Wintersemester 2017/2018 ein Studium beginnen, müssen dann pro Semester 1500€ Studiengebühren bezahlen. Sofern das Studium bereits vor dem Wintersemester 2017/2018 begonnen wurde, fallen keine Gebühren an. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Deutschkenntnisse

Deutschkenntnisse sind eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Aufnahme eines Studiums.

Der Großteil der grundständigen Studiengänge (Bachelor, Staatsexamen, Diplom) ist auf Deutsch, das erforderliche Sprachniveau ist meistens C1 (europäischer Referenzrahmen). Der Nachweis über die Deutschkenntnisse erfolgt im Normalfall durch eine DSH oder Test DaF Prüfung.

Master- und Promotionsprogramme gibt es häufig auch auf Englisch, auch dann ist normalerweise ein Sprachnachweis zu erbringen. Es gibt auch einzelne Bachelorstudiengänge auf Englisch, Informationen dazu finden Sie auf den Webseiten der Hochschulen.

Eine Übersicht über internationale Studiengänge auf Englisch finden Sie im Hochschulkompass.

Hochschulzugangsberechtigung

Für die Zulassung an einer deutschen Hochschule ist eine in Deutschland anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (HZB) notwendig.

Ob der ausländische Bildungsabschluss anerkannt wird, entscheiden die Universitäten im Rahmen des Bewerbungsverfahrens. Bei Bewerbungen an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (HaW) prüft das Studienkolleg Konstanz. Die Zeugnisanerkennung der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) erfolgt über deren zentrale Anerkennungsstelle in Stuttgart.

Wer für die Prüfung und Anerkennung der Zeugnisse im Regierungsbezirk Freiburg verantwortlich ist, können Sie der Liste der Beauftragten für Geflüchtete an den einzelnen Hochschulen entnehmen.

Eine erste Überprüfung des Abschlusses kann auch online durchgeführt werden, im Infoportal zu ausländischen Abschlüssen Anabin (die Datenbank liefert Informationen zur Bewertung ausländischer Bildungsnachweise) oder unter Anerkennung in Deutschland.

Bewerbung fürs Studium

Der Bewerbung für das Studium ist das Zeugnis über die Hochschulzugangsberechtigung aus dem Heimatland beizulegen - entweder als Original oder in beglaubigter Kopie. Die Dokumente müssen von einem vereidigten Übersetzer ins Deutsche übersetzt werden.

Je nach Studiengang können noch weitere spezifische Voraussetzungen dazukommen, diese sind auf den Websites der Hochschulen einsehbar.

Für weiterführende Studiengänge, z.B. Master ist zusätzlich der Nachweis eines Bachelorabschlusses zu erbringen. Die Zulassung erfolgt dann über den jeweiligen Fachbereich.

Das genaue Bewerbungsverfahren und die Bewerbungsfristen werdend auf der Webseite der jeweiligen Hochschule erläutert.

Die Bewerbungsfristen für zulassungsbeschränkte Bachelorstudiengänge sind in der Regel der 15. Januar für das Sommersemester und der 15. Juli für das Wintersemester. Für Studiengänge auf Staatsexamen und Masterstudiengänge gelten andere Bewerbungsfristen, diese sind auf den Websites der Hochschulen einsehbar.

Achtung - die Bewerbungsverfahren und Bewerbungsfristen der Hochschulen unterscheiden sich zum Teil erheblich!

Anerkannte Flüchtlinge können an einem Integrationskurs teilnehmen, dieser wird staatlich finanziert und schließt mit dem Sprachniveau B1 ab. Menschen mit sogenannter guter Bleibeperspektive (aus Syrien, Irak, Iran, Eritrea, Somalia) haben auf Antrag die Möglichkeit diesen Kurs schon während des Asylverfahrens zu besuchen.

Um das für die meisten Studiengänge geforderte Sprachniveau C1 zu erreichen, ist im Normalfall ein Intensivsprachkurs notwendig. Diese werden von verschiedenen Trägern angeboten, wie Sprachschulen, Volkshochschulen oder dem Goethe-Institut.

In Freiburg gibt es zusätzlich das Sprachkolleg für Ausländische Studierende, welches Deutschunterricht für ausländische Studienbewerber*innen anbietet.

Da diese Kurse kostenintensiv sind, stellt die Finanzierung häufig ein Problem dar. Es gibt die Möglichkeit sich im Rahmen der Berufsqualifikation im Jobcenter nach einer Finanzierung eines Sprachkurses zu erkundigen, allerdings gibt es dafür keine Garantie.

Anerkannte Schutzberechtigte können über die Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule die Förderung eines Intensivsprachkurses beantragen. Auch Englischsprachkurse, Sonderlehrgänge, Studienkollegs und die Durchführung akademischer Praktika können darüber gefördert werden (siehe Finanzierung).

Einzelne Hochschulen bieten als Vorkurs zum eigentlichen Studium kostenlose Sprachkurse für Geflüchtete an. Informationen zu diesen Sprachkursen finden Sie auf den Seiten der Hochschulen bzw. deren Sprachlehrinstituten und auf unserer Website "Refugees Welcome" für den Regierungsbezirk Freiburg.

Weiterhin gibt es die Möglichkeit durch Online-Angebote seine Sprachkenntnisse zu verbessern. Kostenlose Online-Sprachkurse finden Sie unter anderem bei der Deutschen Welle, bei Ich will deutsch lernen oder im Alumniportal. Auch das Goethe Institut hat ein Online-Angebot eingerichtet und germanforrefugees bietet zwei Apps zum Deutsch bzw. Englischlernen. Zum Erlernen des deutschen Alphabets finden Sie hier Selbstlernvideos auf Arabisch.

Eine detaillierte Liste mit Online-Sprachangeboten finden Sie hier, ein kostenloser Einstufungstest kann auf onSET absolviert werden. Eine ausführlichere Übersicht über die verschiedenen Deutschkursangebote in Freiburg und Umgebung finden Sie in unserem Informationspapier.

Wir bieten außerdem kostenlose Lizenzen für die Sprachplattform OLS der EU an! Dort können Sie für ein Jahr einen kostenlosen Online-Kurs in verschiedenen Sprachen von A1 bis C1 machen (u.a. Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch), inklusive Einstufungstest und Online-Tutorials. Bei Interesse kontaktieren Sie uns einfach unter refugees(at)swfr.de 

Wenn die Zeugnisse über einen Abschluss (z.B. das Abiturzeugnis oder ein Bachelorabschluss) nicht oder nur unvollständig nachgewiesen werden können, gibt es trotzdem Möglichkeiten, an einer deutschen Hochschule zu studieren. So kann beispielsweise die Delta-Prüfung abgelegt werden, um eine Hochschulzugangsberechtigung zu erwerben. Für Geflüchtete ist die Teilnahme auch ohne den Nachweis einer Fachhochschulreife möglich. Das Bestehen der Prüfung berechtigt dann zur Aufnahme eines Bachelorstudiengangs. Für Masterstudiengänge haben die einzelnen Fachbereiche außerdem die Möglichkeit eigene Zulassungstests durchzuführen.

Konkrete Informationen können in der Studienberatung der jeweiligen Hochschule erfragt werden (siehe Liste Ansprechpartner*innen in der Infobox).

Wenn der Schulabschluss in Deutschland nur eingeschränkt anerkannt wird, muss ein Studienvorbereitungskurs an einem Studienkolleg absolvieren werden. Dort gibt es Sprachunterricht sowie Fachunterricht, der auf das Wunschstudium angepasst wird. Der Studienvorbereitungskurs dauert in der Regel ein Jahr und führt bei erfolgreichem Abschluss zum Erwerb einer fachgebundenen Hochschulreife in den Bereichen Sozialwissenschaften, Geisteswissenschaften, Wirtschaft, Medizin oder Technik. Informationen über die Zugangsvoraussetzung und einzureichende Unterlagen finden Sie auf den Webseiten der Studienkollegs.

In Baden-Württemberg gibt es ein Studienkolleg in Heidelberg (für die Universitäten), in Karlsruhe (für die Universitäten und das Karlsruher Institut für Technologie; nur Technikkurse) und in Konstanz (für die Hochschulen für angewandte Wissenschaften).

Die Bewerbung für das Studienkolleg in Heidelberg und in Karlsruhe erfolgt an der Universität, an der Sie später studieren wollen, nicht direkt am Studienkolleg.

Die Seite study-in.de bietet einen guten allgemeinen Überblick zur Studienfinanzierung. Achtung - die Finanzierungsmöglichkeiten sind vom Aufenthaltsstatus abhängig!

Für anerkannte Flüchtlinge

BAföG

Anerkannte Flüchtlinge (anerkannte Asylberechtigte, Flüchtlinge mit Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft bzw. subsidiärem Schutz nach § 23 Abs. 1 oder Abs. 2 AufenthG) können direkt nach der Anerkennung Ausbildungsförderung nach dem BAföG beantragen.

Ab dem 01.01.2016 können auch Geduldete und Inhaber*innen bestimmter humanitärer Aufenthaltstitel (§ 25 Absatz 3, § 25 Absatz 4 Satz 2, § 25 Absatz 5) und Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis aus familiären Gründen (nach §§ 30 bis 34) nach einem Aufenthalt von 15 Monaten BAföG beantragen.

Besteht grundsätzlich Anspruch auf BAföG werden die individuellen Voraussetzungen (z.B. Altersgrenze) sowie alle Details zu  Werdegang und Studienverlauf geprüft. Es ist deshalb empfehlenswert sich bereits in der Studienvorbereitungsphase um das BaföG zu kümmern, da unter Umständen bereits absolvierte Semester (auch im Ausland) angerechnet und somit vom Finanzierungszeitraum abgezogen werden. Fragen zum BAföG beantwortet die BAföG-Beratung des Studierendenwerkes vor Ort.

Achtung - ein Abbruch oder Fachrichtungswechsel ist für eine weitere Förderung nur dann unschädlich, wenn dies bis zu Beginn des dritten Fachsemesters erfolgt. Erfolgt ein Fachrichtungswechsel danach wird im Normalfall  kein BaföG mehr gezahlt! Weitere Informationen dazu hier.

Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule

Die Bundesregierung fördert im Rahmen der Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule anerkannte Schutzberechtigte mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 23 Abs. 1 und Abs. 2 AufenthG, die ein Hochschulstudium fortsetzen oder die Hochschulreife in Deutschland erwerben möchten.

Zu den geförderten Maßnahmen gehören u.a. der Besuch von studienvorbereitenden Intensivsprachkursen, Sonderlehrgängen, Studienkollegs und die Durchführung akademischer Praktika. Die Antragstellung und Prüfung erfolgt in den Beratungsstellen der Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule. Es ist auch ein Onlineformular verfügbar.

Der Antrag auf Förderung muss spätestens zwei Jahre nach Einreise bzw. ein Jahr nach Anerkennung erfolgen und die Zulassung zur Förderung muss vor Vollendung des 30. Lebensjahres der Antragsteller*innen vorliegen.

Stipendien

Es gibt Stiftungen und Programme, über die man unter bestimmten Voraussetzungen ein Stipendium bekommen kann. Meist werden eine besondere Begabung und sehr gute Studienleistungen vorausgesetzt, aber auch materielle Bedürftigkeit und gesellschaftliches Engagement können Kriterien bei der Vergabe von Stipendien sein.

Im Internet finden Sie auf der Seite des Bildungsserver eine Übersicht zu Stipendien für ausländische Studierende und weiterführende Links. Einen guten Überblick bietet auch die Stipendiendatenbank des DAAD.

Weitere Datenbanken zur Stipendiensuche sind die Stipendiendatenbank des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das Portal des Bundesverbands deutscher Stiftungen oder die Begabtenförderungswerke.

Bisher sind spezielle Förderprogramme für ausländische Studierende meist auf Menschen beschränkt, die zum Zweck des Studiums nach Deutschland einreisen durften und danach wieder zurückkehren wollen. Einige Stiftungen richten sich aber auch ausdrücklich an Geflüchtete in Deutschland, diese Angebote sind auf den jeweiligen Webseiten aufgeführt. Auf der Seite des Studierendenwerks finden Sie ebenfalls weitere Informationen bezüglich einer persönlichen Beratung und auch die Universität Freiburg bietet eine Stipendienberatung an.

Darlehen

Für Studierende, die kurz vor dem Studienabschluss stehen, kann das Studierendenwerk ggfs. ein „Studienabschlussdarlehen“ gewähren. Bei der Finanzierungsberatung des zuständigen Studierendenwerkes können Sie sich darüber informieren.

Arbeiten / Studierendenjobs

Ein Blick auf die schwarzen Bretter der Institute lohnt sich immer. Hier finden sich Aushänge, sowohl für Jobangebote, als auch für Praktika o.ä. Weiterhin bietet die meisten Studierendenwerke eine Jobvermittlung an, beispielsweise das Portal Studijob des SWFR.

Deutschlandweite Jobbörsen, die sich speziell an Geflüchtete richten, sind Welcome2work oder Workeer. Für bereits ausgebildete Wissenschaftler*innen bietet die Website Science4Refugees eine europaweite Jobbörse.

Krankenversicherung

Als Student*in müssen Sie nicht nur Ihren Lebensunterhalt sichern, sondern auch eine Kranken- und Pflegeversicherung nachweisen. Studierende bis zum 14. Semester, maximal bis zum 30. Lebensjahr, können sich über die gesetzliche Krankenversicherung für etwa 80 Euro pro Monat versichern.

Für Asylbewerber*innen / Personen im Asylverfahren

Für Geflüchtete, die sich noch im Asylverfahren befinden, ist es theoretisch (hochschulrechtlich) möglich zu studieren, faktisch ist dies aber aufgrund fehlender Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten schwierig.

Es kommen ab Wintersemester 2017/2018 zudem noch die Studiengebühren von 1500€ pro Semester für internationale Studierende an den Hochschulen in Baden-Württemberg hinzu. Asylbewerber*innen aus Ländern mit hohen Schutzquoten (Syrien, Iran, Irak, Eritrea, Somalia) sind von der Gebühr allerdings befreit.

Personen im Asylverfahren (mit Aufenthaltsgestattung) sind von den meisten Fördermöglichkeiten ausgeschlossen: es besteht kein BAföG-Anspruch und es gibt keine Förderungsmöglichkeit durch die Garantiefonds Hochschule.

Menschen mit „guter“ Bleibeperspektive (aus  Syrien, Irak, Iran, Eritrea) können einen Antrag auf Zulassung zum Integrationskurs während des Asylverfahrens stellen. Geflüchtete aus anderen Ländern haben während des Asylverfahrens keinen Zugang zu staatlich finanzierten Integrationskursen. Hinzu kommen unter Umständen weitere Hürden wie Wohnsitzauflagen.

Hat jemand diese Hürden überwunden (und z.B. dennoch die DSH-Prüfung abgeschlossen) und erhält eine Zulassung zum Studium, kann sie/er auch mit Aufnahme des Studiums innerhalb der ersten 15 Monate weiterhin Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. Sollte das Asylverfahren nach 15 Monaten allerdings noch nicht abgeschlossen sein, können sich Finanzierungslücken ergeben, da kein Anspruch auf BAföG oder Leistungen nach SGB II bzw. SGB XII besteht (Studierende sind generell von Leistungen nach SGB II bzw. SGB XII ausgeschlossen).

Die meisten Studierenden wohnen in Wohngemeinschaften und teilen sich die Wohnung mit anderen Menschen. Auf den Internetplattformen WG-Gesucht oder vierwände findet man besonders zu Semesterbeginn (September/März) viele Angebote für WG-Zimmer oder Wohnungen. Außerdem bietet die Website Flüchtlinge Willkommen, eine WG-Zimmervermittlung für Geflüchtete an.

Es lohnt sich auch einen Blick in die Anzeigen lokaler Zeitungen zu werfen. In Freiburg und Region gibt es zum Beispiel die Schnapp, die Zypresse oder die Badische Zeitung. An den schwarzen Brettern der Universität finden sich ebenfalls immer wieder Wohnungsangebote.

Sobald Sie an einer Hochschule immatrikuliert sind, können Sie außerdem die Angebote des örtlichen Studierendenwerks in Anspruch nehmen. Beim Studierendenwerk Freiburg-Schwarzwald gibt es dann die Möglichkeit sich auf ein Zimmer in den Wohnheimen zu bewerben oder die Privatzimmervermittlung zu nutzen. Eine Übersicht aller Wohnheime, auch die anderer Träger, finden Sie hier. Außerdem bietet das Studierendenwerk das Programm Wohnen für Hilfe an. Dieses vermitteln zimmersuchende Studierende und Vermieter*innen, die Unterstützung im Haushalt suchen bzw. in Wohnpartnerschaften. Sollten Sie bis zu Semesterbeginn dennoch kein Zimmer gefunden haben, können Sie vorübergehend die Notunterkünfte nutzen.

An den meisten Hochschulen gibt es die Möglichkeit ein Gasthörerstudium aufzunehmen. Das Gasthörerstudium ermöglicht die Teilnahme an Vorlesungen – sowie bei Zustimmung des Dozierenden auch an Seminaren. Ein Gasthörerstudium kann an vielen Hochschulen ohne besondere Voraussetzungen (Deutschkenntnisse und Zeugnisanerkennung) aufgenommen werden, die Beantragung erfolgt im Studierendensekretariat. An einigen Hochschulen ist die Gasthörerschaft für Geflüchtete kostenlos.

Eine weitere Möglichkeit ist die Aufnahme eines Online-Studiums an der Kiron University. Dort absolvieren Sie zwei Jahre ein virtuelles Grundstudium und lernen Deutsch. Wenn Sie die erforderlichen Module absolviert haben und die Aufnahmekriterien erfüllen, können Sie im dritten Jahr an eine der Partneruniversitäten von Kiron wechseln und dort ihr Studium beenden.

Auch die FH Lübeck bietet mit oncampus kostenlose Online-Kurse an, bei welchen Credit-Points für ein Hochschulstudium erworben werden können.

Jede Hochschule hat eine eigene Studienberatung, die Sie in allen Fragen zum Studium unterstützt. Weiterhin gibt es ein Auslandsamt oder International Office, das sich insbesondere um die Belange internationaler Studierender kümmert.

Die Kontaktdaten den zuständigen Stellen an den einzelnen Hochschulen im Regierungsbezirk Freiburg können Sie dieser Liste entnehmen.

In Freiburg bietet die Initiative Uni für Alle eine wöchentliche Sprechstunde mit Informationen und Hilfe bei der Bewerbung fürs Studium an.

Eine Beratung für zugewanderte junge Menschen bis 26 bietet der Jugendmigrationsdienst. Für die Beratung erwachsener Zuwanderer ist die Migrationsberatung zuständig.

Eine allgemeine Beratung zu Bildungsoptionen in Freiburg und Umgebung gibt es beim Wegweiser Bildung. Dieser bietet auch zweimal im Monat eine Beratung auf Arabisch an.

Auch die Fachstelle für Migration der Katholischen Hochschulgemeinde bietet ein umfassendes Beratungsprogramm in verschiedenen Sprachen für ausländische Studierende an.

Wenn Sie mit ihrem Abschluss in Deutschland arbeiten möchten, bietet das Netzwerk IQ persönliche Beratung zur Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen und Zusatzqualifikationen.

Sofern Sie in Baden-Württemberg nicht im Regierungsbezirk Freiburg leben, wenden Sie sich bitte an unsere Kolleg*innen in den anderen Regionalkoordinationen:

Regierungsbezirk Stuttgart 

Dr. Irene Tröster

In Via Stuttgart

Olgastr. 62

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