Für Asylbewerber*innen / Personen im Asylverfahren

Für Geflüchtete, die sich noch im Asylverfahren befinden, ist es theoretisch (hochschulrechtlich) möglich zu studieren, faktisch ist dies aber aufgrund fehlender Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten schwierig.

Seit dem Wintersemester 2017/2018 müssen internationale Studierende Studiengebühren von 1500€ pro Semester an den Hochschulen in Baden-Württemberg entrichten. Asylbewerber*innen aus Ländern mit hohen Schutzquoten (Syrien und Eritrea, Stand 1.8.2019) sind bei einigen Hochschulen von der Gebühr befreit.

Personen im Asylverfahren (mit Aufenthaltsgestattung) sind von den meisten Fördermöglichkeiten ausgeschlossen: es besteht kein BAföG-Anspruch und es gibt keine Förderungsmöglichkeit durch die Garantiefonds Hochschule. Einige Stipendien stehen auch Berwerber*innen im laufenden Asylverfahren offen.

Menschen mit „guter“ Bleibeperspektive (aus Syrien, Irak, Iran, Eritrea) können einen Antrag auf Zulassung zum Integrationskurs während des Asylverfahrens stellen. Geflüchtete aus anderen Ländern haben während des Asylverfahrens keinen Zugang zu staatlich finanzierten Integrationskursen. Hinzu kommen unter Umständen weitere Hürden wie Wohnsitzauflagen.

Hat jemand diese Hürden überwunden (und z.B. dennoch die DSH-Prüfung abgeschlossen) und erhält eine Zulassung zum Studium, kann sie/er auch mit Aufnahme des Studiums innerhalb der ersten 15 Monate weiterhin Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. Ab dem 16. Monat können die Personen zur Sicherung des Lebensunterhalts Leistungen nach dem Dritten oder Vierten Kapitel des SGB XII als Darlehen oder als Beihilfe erhalten.

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