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Der diesjährige Freiburger Kleinkunstpreis für Studierende findet am Sonntag, 13. Dezember 2020 im Vorderhaus statt. Alle Bewerbungsinfos werden hier auf dieser Seite in Kürze veröffentlicht.


Freiburger Kleinkunstpreis für Studierende 2019: So 1.12.19, 19 Uhr, Vorderhaus Freiburg

Der Wettbewerbsabend fand am So, 01.12.2019 im Vorderhaus in der Habsburgerstr. 9 statt.  Es traten auf:
Die Kehlköpfe (A-Cappella-Kabarett)
Hani Who (Stand-up Comedy)
Alex Döring (Musik-Kabarett & Comedy)
Lukas Mak (Musik-Kabarett)
Larissa Kastner ("Ukulele at it's best!")
Moderation: Ella
(Näheres zum Programm hier rechts auf der Seite)

Die Preisträger sind:
Lukas Mak (1. Preis, 500 €, gestiftet vom Förderverein des Alumni e.V. der Uni Freiburg)
Die Kehlköpfe (2. Preis, 300 €, gestiftet vom Studierendenwerk Freiburg)
Alex Döring (3. Preis, 200 €, gestiftet vom Vorderhaus)

Herzlichen Glückwunsch!

Eine Kurzkritik des Kleinkunstpreis-Abends in der Badischen Zeitung gibt es rechts im Medienecho.

 

 

Aufgrund der Kritik an der Vergabe der Kleinkunstpreise 2018 und 2019 sehen wir uns zu den folgenden Stellungnahmen veranlasst:

 

STELLUNGNAHME DER UNIVERSITÄT

Die Universität Freiburg ist ein Ort der Freiheit: von Forschung, Lehre, Debatten und Kunst. 

Strukturen, die Vielfalt, Pluralität und Offenheit ermöglichen, gilt es zu schützen. Die Kunst ist ein wirkmächtiges Mittel, um Themen auf ästhetischer Ebene zu verarbeiten und Diskussionen anzustoßen. Kunst fordert jede und jeden dazu auf, sich zu ihr zu positionieren und einen eigenen Standpunkt zu entwickeln. 

Um diese Funktion zu erfüllen, darf sie provozieren, streitbar sein, Grenzen überschreiten. Sie muss nicht jeder und jedem gefallen und darf Spielraum für Interpretationen bieten. 

Vor diesem Hintergrund bietet der seit 2014 von der Universität, dem Studierendenwerk und dem Vorderhaus ausgerichtete Wettbewerb eine öffentliche Plattform für studentische Künstlerinnen und Künstler. Eine unabhängige Jury aus vier Expertinnen und Experten entscheidet über deren Auswahl und bewertet die Qualität der Darbietungen.

Wir begrüßen und fördern Debatten über Fragen von gesellschaftlicher, kultureller und politischer Relevanz. Die Zeit, in der die Meinungsfreiheit mit Zensur und Verboten eingeschränkt wurde, war das dunkelste Kapitel der Freiburger Universitätsgeschichte.


STELLUNGNAHME DER AUSWAHL-JURY

Wir, die Auswahl-Jury, an der die Universität Freiburg nicht beteiligt ist, sind zuständig für die Einladung der KünstlerInnen, die beim 6. Kleinkunstpreis miteinander in den Wettbewerb getreten sind. 

Universität, Studierendenwerk und Vorderhaus wenden sich entschieden gegen Sexismus, Rassismus und Gewalt. Dies bringen sie in ihren jeweiligen Statuten und Stellungnahmen unmissverständlich zum Ausdruck.

Kunstformen wie die Satire jedoch betreiben Tabubrüche, um der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten. Das trifft sowohl bei Florian Wagner als auch bei Alex Döring zu. Das Bewerbungsvideo, mit dem sich Alex Döring bei uns vorgestellt hat, wurde von uns in der Kategorie „Schwarzer Humor“ verortet. Das Wesen des Schwarzen Humors ist es, böse zu sein und Grenzen zu übertreten. Und Stellung zu beziehen gegen eine als fehlerhaft und schlecht empfundene Wirklichkeit.

Im Zweifel für die Freiheit – das ist der Gedanke des Grundgesetzes. Die Kunst ist frei. Meinungs- und Pressefreiheit dient dazu, die Mächtigen zu entlarven  – und der Mächtige ist zum Beispiel bei Alex Döring der Mann, der nonchalant über die Tötung seiner Freundin berichtet. 

Es wird immer Grenzfälle geben. Aber Satire muss auch wehtun, sonst bleibt sie wirkungslos. Und im besten Fall löst sie Debatten aus. Diese Debatten begrüßen wir. Es kommt für die Jury jedoch nicht in Frage, die 2018 und 2019 vergebenen Kleinkunstpreise abzuerkennen. 
 

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