News zu pandemiebedingten Störungen der Ausbildung

Keine Nachteile beim BAföG wegen Corona

Pandemiebedingte Schließungen von Ausbildungsstätten im Sinne von § 2 BAföG sowie von förderungsfähigen Ausbildungsstätten im Ausland (kurzfristige Schließungen von Ausbildungsstätten bzw. Verlängerung deren vorlesungsfreien Zeiten) sind förderungsrechtlich unschädlich.

Diese Schließzeiten werden als unterrichts- bzw. vorlesungsfreie Zeiten im Sinne von § 15 Abs. 2 BAföG behandelt.

Sobald die Ausbildungsstätten ein Online-Lehrangebot zur Verfügung stellen, um den Ausbildungsbetrieb auf diese Weise aufrecht zu erhalten, bleiben die Auszubildenden als Förderungsvoraussetzung verpflichtet, an diesem online-Lehrangebot teilzunehmen, um weiter die jeweiligen BAföG-Leistungen beziehen zu können. Sofern die Einreise ins Ausland aufgrund dortiger aktueller Einreisebeschränkungen zur Pandemievorsorge nicht möglich ist, gilt das oben Gesagte entsprechend (d.h. zunächst BAföG-Weiterförderung im bisherigen Umfang und Teilnahmeobliegenheit bei entsprechend verfügbarem Online-Lehrangebot). Von dieser Regelung werden auch die Studienanfänger des Sommersemesters 2020 erfasst.

Weitere Infos erhalten Sie auf der Seite des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst: www.bafög.de


Was ist BAföG?

BAföG steht für das Bundesausbildungsrderungs-Gesetz. Das Bundesausbildungsföderungs-Gesetz ermöglicht es jungen Menschen, eine Ausbildung zu finanzieren, wenn sie oder ihre Familie dazu finanziell nicht in der Lage sind. Die Höhe der BAföG-Förderung ist dabei individuell - je nach Vermögens- und Einkommensverhältnissen der Studierenden, deren Eltern oder der Ehe-/Lebenspartner oder -partnerinnen. Der derzeitige BAföG-Höchstsatz liegt bei 853 € pro Monat, die Förderung setzt sich dabei aus Zuschüssen und zinsfreien Darlehen zusammen.

Die wichtigsten Infos im Überblick:

  • bis zu 853 € im Monat
  • 50% sind geschenkt
  • 50% zinsloses Darlehen
  • maximale Rückzahlung: 10.000 €

Wer unsicher ist, ob eine BAföG-Förderung für das Studium beansprucht werden kann, kann sich in der BAföG-Abteilung des SWFR beraten lassen. Neben allen Infos zum BAföG können Studierende zudem Hilfe bei der Antragsstellung erhalten. Denn auch wenn man aufgrund der Einkommenssituation der Eltern nur wenig BAföG in Anspruch nehmen kann, bringt die Förderung verschiedene Vorteile mit sich - beispielsweise kann man sich von den Rundfunkgebühren befreien lassen.

Weitere Links mit Infos rund um BAföG


Mehr BAföG für mehr Studierende! Die neue BAföG-Reform ist in Kraft

Seit letztem Wintersemester gibt es mehr BAföG für mehr Studierende, weitere Erhöhungen wird es zu den Wintersemestern 2020 und 2021 geben. Und: Nicht nur die BAföG-Sätze wurden erhöht, sondern auch die Elternfreibeträge, so dass mehr Studierende als bisher BAföG-berechtigt sind. Es lohnt sich in jedem Fall, einen Antrag zu stellen.

Eine Übersicht über alle Verbesserungen und ausführliche Informationen gibt es beim Bundesministerium für Bildung und Forschung und auf den Seiten des Deutschen Studentenwerks.

Bei weiteren Fragen stehen die Mitarbeiter/innen des BAföG-Amtes gerne zur Verfügung.


Die BAföG-Förderungshöchstdauer richtet sich nach der festgesetzten Regelstudienzeit, die in der Studien- und Prüfungsordnung des jeweiligen Studienfachs festgelegt ist.

Ausnahmen gibt es nach § 15 Abs. 3 BAföG:

  • aus schwerwiegenden Gründen, z.B. Krankheit
  • Infolge der Mitwirkung in gesetzlich vorgeschriebenen Gremien und satzungsmäßigen Organen der Hochschulen und des Studierendenwerks
  • Infolge erstmaligen Nichtbestehens der Abschlussprüfung
  • Infolge einer Behinderung, einer Schwangerschaft oder der Pflege und Erziehung eines Kindes bis zu 14 Jahren
  • Infolge der Pflege eines/r pflegebedürftigen nahen Angehörigen, die/der mind. in Pflegegrad 3 eingeordnet ist

Über das BAföG-Angebot hinaus besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Hilfe zum Studienabschluss (§ 15 Abs. 3a BAföG) unter bestimmten Voraussetzungen über die Förderungshöchstdauer hinaus Leistungen zu erhalten. Die Förderung erfolgt in Form eines zinsfreien Staatsdarlehens. Die Studienabschlusshilfe wird dabei ebenfalls bei den SachbearbeiterInnen des BAföG beantragt.

Wortlaut des § 15 Abs. 3a BAföG:

Auszubildenden an Hochschulen, die sich in einem in sich selbständigen Studiengang befinden, wird als Hilfe zum Studienabschluss für höchstens zwölf Monate Ausbildungsförderung auch nach dem Ende der Förderungshöchstdauer oder der Förderungsdauer nach Absatz 3 Nummer 1, 3 oder 5 geleistet, wenn die/der Auszubildende spätestens innerhalb von vier Semestern nach diesem Zeitpunkt zur Abschlussprüfung zugelassen worden ist und die Prüfungsstelle bescheinigt, dass sie/er die Ausbildung innerhalb der Dauer der Hilfe zum Studienabschluss abschließen kann. Ist eine Abschlussprüfung nicht vorgesehen, gilt Satz 1 unter der Voraussetzung, dass der Auszubildende eine Bestätigung der Ausbildungsstätte darüber vorlegt, dass er die Ausbildung innerhalb der Abschlusshilfedauer abschließen kann.

Hilfe zum Studienabschluss kann auch dann geleistet werden, wenn vorher keine Förderung beantragt worden ist. Bei modularisierten Studiengängen ist lediglich darauf abzustellen, dass die Ausbildung in der maximalen Förderungsdauer von 12 Monaten abgeschlossen werden kann.

NEU: Für BAföG-Empfänger, die als erste in ihrer Familie einen Hochschulabschluss anstreben, gibt es durch eine Kooperation des Studierendenwerks mit der Initiative Arbeiterkind.de zusätzliche Fördermittel.Info hier

Durch die Änderung des deutschen Richtergesetzes (DRiG) wurde die Verlängerung der Förderungshöchstdauer eines rechtswissenschaftlichen Studiums auf 10 Semester beschlossen. Somit haben Studierende, deren Förderungshöchstdauer nach der bisherigen Regelung mit 9 Semestern erreicht war, die Möglichkeit, für ein weiteres Semester BAföG zu beantragen.

Lassen Sie deshalb Ihren BAföG-Anspruch prüfen und stellen Sie vorsorglich einen neuen BAföG-Antrag.

Bei Fragen helfen die BAföG-Sachbearbeiter gerne weiter.

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