Wohngeld

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Neue Wohngeldreform 

Zum 01. Januar 2020 ist die neue Wohngeldreform in Kraft getreten, dadurch haben mehr Menschen Anspruch auf Wohngeld. Neben den Wohngeldsätzen sind auch die Miethöchstbeträge gestiegen.Studierende, die dem Grunde nach keinen Anspruch auf Bafög haben, können Wohngeld beantragen.Beim Wohngeld handelt es sich um einen staatlichen Zuschuss zur Miete, der nicht zurückgezahlt werden muss. Voraussetzung ist, dass man die Kosten seines Lebensunterhalts selbst bestreiten kann und lediglich ein Teil für die Miete fehlt.Wenn Wohngeld beantragt wird, muss also nachgewiesen werden, dass man mindestens regelmäßige Einkünfte in Höhe von etwas mehr als dem Bedarf für die Grundsicherung laut SGB II hat (aktuell sind das 432 Euro plus Kosten für die Kranken-/Pflegeversicherung plus ein Anteil der Monatsmiete). Umgekehrt darf man aber natürlich auch nicht zu viel eigenes Einkommen oder Vermögen haben.

Achtung: Beim Wohngeld handelt es sich um eine Sozialleistung. Ausländische Studierende, die auf Grund ihres Aufenthaltstitels (§16 Aufenthaltsgesetz) keine sozialen Leistungen beziehen dürfen, dürfen auch kein Wohngeld beantragen!

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Für Studierende wird in der Regel kein Wohngeld bezahlt. Denn ein Wohngeldanspruch bei Studentinnen und Studenten ist dann ausgeschlossen, wenn sie dem Grunde nach Anspruch auf BAföG haben. Dabei ist es vollkommen gleichgültig, ob BAföG beantragt wurde oder nicht oder ob BAföG bezahlt wird oder nicht.
Der Wohngeldanspruch ist allerdings nur dann ausgeschlossen, wenn alle Familienmitglieder eines Haushaltes dem Grunde nach Anspruch auf BAföG haben. Wenn auch nur ein Familienmitglied nicht studiert, besteht unter Umständen Anspruch auf Wohngeld.


Studierende Eltern mit einem gemeinsamen Kind sind zwar selbst nicht wohngeldberechtigt, da sie dem Grund nach Anspruch auf BAföG haben. Dennoch ist der gesamt Familienhaushalt wohngeldberechtigt, da das Kind nicht studiert und somit auch kein BAföG beantragen kann.

In folgenden Fällen können Studierende trotz der oben genannten Ausschlussgründe Wohngeld beantragen.

  • wenn keine nach dem BAföG förderungswürdige Ausbildung vorliegt,
  • wenn ausländische Studierende, welche die Voraussetzungen für die Ausbildungsförderung nicht erfüllen, den Wohngeldantrag stellen,
  • wenn die Altersgrenze für die Ausbildungsförderung überschritten wurde,
  • wenn der Abbruch der Ausbildung oder der Wechsel der Fachrichtung ohne wichtigen oder unabweisbaren Grund erfolgte,
  • wenn die Voraussetzungen für die Förderung einer weiteren Ausbildung nicht vorlagen,
  • wenn die Förderungshöchstdauer überschritten wurde und eine weitere Förderung dem Grunde nach nicht gegeben ist,
  • wenn die Ausbildung nicht im Geltungsbereich des Wohngeldgesetzes durchgeführt wurde (Grenzgänger/innen),
  • wenn der Zeitrahmen der Studienabschlussförderung überschritten wurde.

Studierende, die zwar BAföG beziehen, das jedoch nicht zur Deckung der Mietkosten ausreicht, haben die Möglichkeit, eine sogenannte "Mietbeihilfe" zu beantragen.

Berechtigte Studierende, die in Freiburg ihren Wohnsitz haben, können einen Antrag auf Wohngeld beim Amt für Liegenschaften und Wohnungswesen stellen.

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