Weitere Verlängerung der Regelstudienzeit um 1 Semester aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie

Für Studierende, die im Sommersemester 2021 noch im BAföG-Bezug waren, wurde aufgrund der pandemiebedingten Verlängerung der Regelstudienzeit die Förderungshöchstdauer für BAföG um ein weiteres Semester erhöht.

Falls Ihre Förderungshöchstdauer (FHD) jedoch im August/September 2021 endete, müssen Sie einen Weiterförderungsantrag stellen, da die Verlängerung der FHD und damit die Weiterförderung nach Erreichen der FHD nur nach Einreichung eines neuen Antrages erfolgt.

Falls Sie sich im Sommersemester 2021 im 4. Fachsemester befanden und die für den zum WS 2021/2022 vorzulegenden Leistungsnachweis (Formblatt 5) geforderte Anzahl an ECTS-Leistungspunkten pandemiebedingt nicht vorweisen können, besteht die Möglichkeit, auf formlosen Antrag einen entsprechenden Aufschub zu bewilligen.

 


Aktualisierungsantrag

Stellen Sie einen Aktualisierungsantrag fürs BAföG, falls sich an dem Einkommen Ihrer/s Eltern/Ehepartners etwas verändert hat! Auch wenn Sie bisher kein BAföG erhalten haben: Stellen Sie einen Antrag! Das ist jetzt auch digital möglich: www.bafoeg-digital.de

Infos erhalten Sie bei der allgemeinen BAföG-Beratung unter der Tel.Nr. 0761/2101-326. Schriftliche Anfragen richten Sie an die allgemeine BAföG-Beratung, Kontakt siehe Infokasten.

Nein, wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung per Erlass mitgeteilt hat, wirkt sich die Verschiebung des Vorlesungsbeginns in keinem Fall auf den BAföG-Anspruch aus. Studierende (egal ob Erstsemester oder bereits in Förderung befindliche) haben also aktuell nicht zu befürchten, dass sie im bzw. für den April kein Geld erhalten. Auch Selbst- und Onlinestudium zählen als Studienaktivität. Informieren Sie sich auch beim Amt für Ausbildungsförderung. Wichtig ist, dass der Antrag spätestens im April gestellt werden muss, sofern bisher kein Bescheid ergangen ist, der das Sommersemester 2020 erfasst.

Das BAföG hat eine Lösung, wenn das Elterneinkommen unerwartet sinkt! Normalerweise wird bei der Berechnung des BAföG das Elterneinkommen aus dem vorletzten Kalenderjahr berücksichtigt. Wenn jetzt, zum Beispiel wegen Kurzarbeit auf Grund der COVID-19-Pandemie, Eltern einen Teil ihres Einkommens verlieren, dann kann das für BAföG-Bezieher berücksichtigt werden!

  • Auszubildende müssen einen Aktualisierungsantrag stellen, auf dem die Eltern die Angaben zu ihrem derzeitigen Einkommen machen und auch unterschreiben müssen. Den Aktualisierungsantrag gibt es unter https://www.bafög.de/de/alle-antragsformulare-432.php (Formblatt 7).
  • Wenn Sie aufgrund des Elterneinkommens bisher kein BAföG erhalten haben, können Sie noch für Juli/August und September für das Sommersemester einen Antrag stellen und die aktuelle Einkommenssituation Ihrer Eltern/Ihres Elternteils darlegen. Es wird geprüft, ob sich ein BAföG-Anspruch ergibt.

Bitte wenden Sie sich für weitere Fragen an das Amt für Ausbildungsförderung.

Ja, wenn die Eltern weiterhin leistungsfähig (s.o. sonst ggf. BAföG-Anspruch) sind. Denn auch, wenn Sie Selbststudium (Fachliteratur lesen, Recherche für und Schreiben von Hausarbeiten etc.) oder Online-Studium betreiben, zählt dies als Studienaktivität. Auch müssen die Eltern ausnahmsweise Verzögerungen und ¬Unterbrechungen der Ausbildung und die damit verbundene zeitliche Verlängerung der Unterhaltszahlungen hinnehmen (§ 242 BGB). Bei Verzögerungen und Unterbrechungen der Ausbildung ist der Einzelfall zu betrachten, insbesondere, ob besondere anerkennenswerte Verzögerungsgründe vorliegen. In der jetzigen, für alle völlig unvorhersehbaren, Situation ist eine Verzögerung der Ausbildung, sofern sie auf amtlichen Maßnahmen beruht, für deren Dauer völlig unverschuldet. Allerdings sollten Sie die erweiterte vorlesungsfreie Zeit als Zeit für Ihr Selbststudium und nicht als Ferien nutzen.

Die jetzige epidemische Lage allein ist kein Urlaubsgrund, da sie alle Studierenden betrifft.

Für weitere Nachfragen zu den Voraussetzungen im Urlaubssemester Leistungen nach dem SGB II zu beziehen, steht die Sozialberatung Ihnen telefonisch zur Verfügung. Sie dürften dann z.B. im Urlaubssemester keinerlei Studienleistungen erbringen.

Für Studierende der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg dagegen gilt:
Aufgrund der seit 17.4. geltenden Corona-Verordnung gibt die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Studierendendie Möglichkeit, sich aufgrund der Pandemie beurlauben zu lassen. Studierende dürfen sich beurlauben lassen, wenn sie an der Uni immatrikuliert sind (§15 ZImmO und §34 Abs 1 Corona-Satzung) und für das Sommersemester trotz Beurlaubung an Lehrveranstaltungen und Prüfungen teilnehmen (§34 Abs. 2 Corona-Satzung)- der Erwerb des Semestertickets ist ausgeschlossen; die Beurlaubungsgebühr beträgt 133 Euro.

Achtung: Wer sich beurlauben lässt, hat keinen Bafög-Anspruch.

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